Lernfabrik 4.0 – Schweickert fördert „digitalen“ Nachwuchs

Die Berufsschulen in Wiesloch, Eberbach, Schwetzingen, Sinsheim und Weinheim arbeiten künftig eng „vernetzt“ zusammen. Mit einer halben Million Euro fördert das Land Baden-Württemberg die so genannte „Lernfabrik 4.0“, bei der sechs Berufsschulen im Rhein-Neckar-Kreis mit Industrie 4.0 Anlagen und Systemen ausgestattet und in einem zweiten Schritt an ein Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden. Das Konzept der digitalen Lernfabrik 4.0 setzt zusätzlich auf ein Netzwerk aus Industriepartnern, IT-Unternehmen und Banken der Region, die nicht nur Drittmittel, sondern vor allem praxisnahes Know-how mit in das Projekt einbringen. So steuert Schweickert beispielsweise im Zentrum Beruflicher Schulen in Wiesloch zentrale Netzwerkkomponenten und das Wissen aus den Bereichen Data Security sowie Industrial Cloud-Lösungen zum Gesamtprojekt bei.

Industrie 4.0 zum Anfassen: Schweickert unterstützt das regionale Innovationsprojekt „Lernfabrik 4.0“, mit dem junge Berufsschüler an die vernetzte und digitale Zukunft herangeführt werden sollen. Foto: Rhein-Neckar-Kreis

Industrie 4.0 zum Anfassen: Schweickert unterstützt das regionale Innovationsprojekt „Lernfabrik 4.0“, mit dem junge Berufsschüler an die vernetzte und digitale Zukunft herangeführt werden sollen.
Foto: Rhein-Neckar-Kreis

Die vernetzten Schulen arbeiten dabei nach einem einheitlichen pädagogischen Konzept. Daten werden gemeinsam in eine Cloud eingestellt. Die Strukturen lehnen sich dabei an die so genannte „Industrie 4.0“ an. Die Schüler, vor allem Lehrlinge in Metall- und Elektrotechnik, werden an die Bedienung von Anlagen auf Basis von Industriestandards herangeführt. Jede der Schulen soll dabei ihre eigenen Kompetenzen einbringen. So agiert beispielsweise die Hubert-Sternberg-Schule in Wiesloch als eine Art Produktionsleitstand, von wo aus die vernetzte und smarte Produktion an den (Schul-)Standorten im Rhein-Neckar-Kreis koordiniert und gesteuert wird. An den weiteren Lokationen wird die komplette Wertschöpfungskette von der Zulieferung, über Produktionsplanung, Fertigung, Automatisierung bis hin zur Qualitätskontrolle abgebildet.

Die Lernfabrik hat dabei Modellcharakter und soll vor allem kleinen und mittleren Unternehmen der Region Anregungen zur Umsetzung typischer Prozesse von Industrie 4.0 bieten. Geplant ist es, unter anderem Fort- und Weiterbildungen in diesem Bereich für die kleinen und mittleren Unternehmen anzubieten. Ihren Betrieb wird die Lernfabrik ab Juli 2017 aufnehmen. „Industrie 4.0 wird insbesondere die Arbeitsbedingungen der Zukunft nachhaltig verändern“, sieht Peter Speicher, Mitglied der Geschäftsleitung bei Schweickert, voraus, „auf diese Entwicklungen müssen wir die Fachkräfte von morgen vorbereiten. Damit dies gelingt, leistet auch die Firma Schweickert einen wichtigen Beitrag für den Erfolg des Innovationsprojektes des Kreises.“

Dallinger: „Die Lernfabrik 4.0 als wichtiger Schritt hin zur vernetzten Arbeitswelt von morgen“
Am 20. Juni 2017 hat die Lernfabrik 4.0 als ehrgeiziges Zukunftsprojekt des Rhein-Neckar-Kreises offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Landrat Stefan Dallinger sagte im Rahmen der Eröffnung, zu der zahlreiche Gäste aus den Medien, der Politik und Wirtschaft geladen waren: „Die Lernfabrik 4.0 an sechs beruflichen Schulen an fünf Standorten im Landkreis ist ein wichtiger Schritt in Richtung vernetzte Arbeitswelt und digitale Zukunft. Die Lernfabrik ist wichtig für die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte hier in der Region.“

Auf über 140 Quadratmetern entstand in den vergangenen zwei Jahren eine komplexe und vernetzte Produktionsanlage, die aus mehreren Modulen unterschiedlichster Hersteller zusammengefügt wurde. Hier lassen sich beispielsweise individualisierte Handyschalen gestalten und produzieren. Darüber hinaus lassen sich auf dem smarten Produktionsstand der Firma SEW-Eurodrive beliebige Elektroantriebe herstellen. Die Anlage mit Rohstofflager, Förderband, smarten Montagestand, 3D-Drucker, Montagepresse und Roboter, der die Werkstücke aufnimmt und ablegt, ist in Modulen aufgebaut, die miteinander vernetzt sind. Die Pläne für die Lernfabrik 4.0 wurden von technischen und wissenschaftlichen Lehrkräften der beteiligten beruflichen Schulen mit Unterstützung aus der Industrie entwickelt und umgesetzt.

Um die Förderung des rund 1,5 Millionen teuren Einzelprojekts hatten sich laut baden-württembergischen Wirtschaftsministerium 28 weitere Berufsschulen im Land beworben. Gefördert werden insgesamt 16 vergleichbare Projekte. Aufgrund der großen Zahl eingereichter Projekte und ihrer hohen Qualität wurde die Gesamtförderung auf 6,5 Millionen Euro aufgestockt. Jedes Einzelprojekt erhält eine halbe Million Euro aus Landesmitteln.

Weitere Informationen zur Lernfabrik 4.0 unter www.lernfabrik4null-rnk.de und https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/innovation/schluesseltechnologien/industrie-40/lernfabrik-40/

Ein ausführliches Interview mit Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, zum Thema Digitalisierung der Metropolregion Rhein-Neckar und der Lernfabrik 4.0 finden Sie hier.

Wir stoßen die Tür in die digitale Zukunft von morgen auf

In der Metropolregion Rhein-Neckar bewegt sich was: Im Fahrwasser von Industrie 4.0, Internet of Things und nachhaltiger Digitalisierung des Alltags setzt die Metropolregion Rhein-Neckar alles daran – als eine der bedeutendsten IT- und Innovationsregionen der Welt – ganz weit vorne dabei zu sein, wenn es darum geht, ein neues Kapital der Zukunft aufzuschlagen. Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, gibt im Interview interessante Einblicke in die aktuelle Digitalisierungsstrategie der Region, zeigt wichtige Potenziale auf und wagt den Blick in die Zukunft.

Dallinger

Stefan Dallinger,
Landrat des Rhein-Neckar-Kreises

Herr Dallinger, Digitalisierung und Vernetzung sind zentrale Aspekte der Zukunft. Diese Entwicklung macht auch vor dem innovativen Wirtschaftsstandort der Metropolregion Rhein-Neckar nicht halt. Wie reagiert der Kreis darauf? Können Sie uns bitte kurz einen Einblick in Ihre „digitale Strategie“ der Zukunft geben?

Dallinger: Der Rhein-Neckar-Kreis beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit dem Digitalisierungsprozess. Dabei wurde schnell klar, dass diese Entwicklung auch die öffentliche Hand vor große Herausforderungen stellt und alle Bereiche von der Bildung bis hin zur Infrastruktur beeinflusst. Entsprechend haben wir im Landratsamt früh begonnen, verschiedene Verwaltungsprozesse digital abzubilden. Bürgerinnen und Bürger können beispielswiese zeit- und raumunabhängig online ihr Kfz an-, um- und abmelden. Darüber hinaus war es mir wichtig, im E-Government einige Prozesse voranzutreiben – z.B. die Online-Terminvereinbarung, ein vom Landratsamt selbstgestricktes Programm.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein war der frühzeitige Ausbau unserer digitalen Infrastruktur. Mit Gründung des Zweckverbandes High-Speed-Netz Rhein-Neckar wird ein kreiseigenes Glasfasernetz entstehen und der Glasfaserausbau in allen 54 Städten und Gemeinden vorangetrieben. Auch beim Thema Smart Production sind wir auf einem guten Weg und stellen gemeinsam mit der Stadt Mannheim im Netzwerk Smart Production eine Plattform für den Informationsaustauch der Unternehmen in diesem Bereich zur Verfügung. Im Bildungsbereich sind unsere Investitionen in die Lernfabrik 4.0 zu nennen, die gerade eingeweiht worden ist und die Innovationsfähigkeit der dualen Ausbildung stärken wird. Wir wollen unsere digitalen Kompetenzen bündeln und ausbauen sowie unsere Unternehmen in diesem Prozess unterstützen. Dabei ist entsprechend gut ausgebildetes Fachpersonal im Rhein-Neckar-Kreis unerlässlich.

Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft
ist der frühzeitige Ausbau der digitalen Infrastruktur…

Stefan Dallinger, Landrat Rhein-Neckar-Kreis

Worin liegen die digitalen Stärken der Region?
Dallinger: Als digitale Modellregion Rhein-Neckar wollen wir die digitale Vernetzung im Bereich öffentlicher Infrastrukturen sicherstellen. Dabei geht es auch darum, dass private Unternehmen und die öffentliche Hand eng zusammenarbeiten. Ein Stichwort lautet hier „Telemedizin“, bei welchem wir versuchen, auf dem Gebiet der Gesundheit eine bessere Anbindung des ländlichen Raums zu erreichen. Beim Thema Verkehr sollen bestehende Verkehrsmittel mithilfe moderner Technik intelligent vernetzt werden, um multimodale Verkehrsangebote anzubieten. Im Energiebereich bietet Digitalisierung durch intelligente Speichersysteme und Netze sowie die Einbindung lokaler Energieerzeuger ebenfalls neue Möglichkeiten – letztlich auch im Kampf gegen den Klimawandel. Ein weiteres Thema ist die öffentliche Verwaltung – da kann in Deutschland sicher noch sehr viel mehr digitalisiert und optimiert werden. Für den Bildungsbereich bietet die Digitalisierung Möglichkeiten, Wissen effizient und zielgruppengerecht auch an breite Massen vermitteln zu können – was gerade im Zeitalter des lebenslangen Lernens besonders wichtig ist. Und nicht zuletzt zeichnet uns besonders aus, dass wir ein führender Anbieter der Region mit der größten Ansammlung von IT-Unternehmen Deutschlands sind, in welchem viele Global Player, aber auch kleine und mittlere Unternehmen sowie „Hidden Champions“ angesiedelt sind.

Trotz aller Teilerfolge steckt die nachhaltige Digitalisierung in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen. Worin sehen Sie aktuell die größten Hindernisse bei der erfolgreichen Umsetzung von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge?
Dallinger: Wir haben im vergangenen Jahr eine Studie der SRH genau zu dem Thema mit begleitet und die Ergebnisse haben gezeigt, dass Ihr Bild mit den Kinderschuhen insbesondere für die kleinen, aber auch häufig für mittlere Unternehmen gilt. Mir ist bewusst, dass es viele technische, wirtschaftliche und emotionale Barrieren gibt, um Industrie 4.0 erfolgreich umzusetzen, aber ein ganz wichtiger Punkt ist, dass immer noch gerade die KMU’s sich häufig allein gelassen fühlen mit der Vielfalt der Themen, die mit der Digitalisierung einhergehen. Hier ist es wichtig, vor allem Aufklärung für digitale Prozesse zu betreiben, damit die Menschen den Nutzen erkennen und sehen, dass sie von der Digitalisierung persönlich profitieren können. Gemeinsam mit den Kammern und Agenturen können hier weitere Unterstützungsangebote und Best-Practice-Workshops helfen, aber auch natürlich unser Projekt Lernfabrik 4.0 sowie Unternehmensnetzwerke wie das Netzwerk Smart Production, in dem Sie aber auch Mitglied sind. Hier müssen wir vor allem daran arbeiten, dass die entsprechenden Unternehmen auch erreicht werden.

Zusätzlich gibt es in der digitalen Infrastruktur noch einiges zu tun. Der Glasfaserausbau im ländlichen Raum schreitet voran, hat aber natürlich noch Lücken, richtig funktionierende WLAN-Systeme fehlen in den Randbereichen, oft gibt es noch fehlende Schnittstellen, was unsere IT-Systeme betrifft und auch im Bereich der IT-Sicherheit müssen wir noch gemeinsam mit den zuständigen Partnern unsere Hausaufgaben machen.

Aktuell gilt es intensiv Aufklärungsarbeit zu leisten,
um so Industrie 4.0 und der Digitalisierung des Alltags zum Erfolg zu verhelfen…

Sie erwähnten die Lernfabrik 4.0. Was genau müssen wir uns hierunter vorstellen?
Dallinger: Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und in dem Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse erlernt werden können. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft. Auch die kaufmännische Seite ist dabei über ein Warenwirtschaftssystem abgedeckt. Zielgruppe der Lernfabrik 4.0 sind insbesondere Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen des produzierenden Gewerbes und der IT-Branche. Darüber hinaus wird die Lernfabrik 4.0 auch Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Weiterbildungsprogrammen beispielsweise im Rahmen einer Technikerausbildung zugänglich gemacht. Außerdem soll die Lernfabrik 4.0 kleinen und mittelständischen Unternehmen als Demonstrationszentrum dienen und die Möglichkeiten im digitalen Zeitalter aufzeigen, um dadurch die Affinität zur Digitalisierung zu steigern. Dies alles geschieht in Kooperation mit den beteiligten beruflichen Schulen, Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg.

Worin sehen Sie im Vergleich zu anderen digitalen Zukunftsprojekten des Landes Baden-Württemberg das zentrale Alleinstellungsmerkmal der hiesigen Lernfabrik 4.0?
Dallinger: Ich freue mich sehr, dass wir mit der Lernfabrik 4.0 zum ersten Mal im Ausbildungsbereich einen Vorsprung vor den Unternehmen und Betrieben haben. Das Alleinstellungsmerkmal unserer Lernfabrik 4.0 ist vor allem das SAP-ERP-System, welches direkt an das Prozessleitsystem der Lernfabrik 4.0 angebunden wird, so dass auch die Datenverwertung eine übergeordnete Rolle spielt. Was die Lernfabrik 4.0 im Rhein-Neckar-Kreis ebenso auszeichnet, ist die Vernetzung der fünf Zentren beruflicher Schulen im Rhein-Neckar-Kreis, an denen die Lernfabrik eingerichtet ist. Da dies über ein Hochleistungsglasfasernetz geschieht, ist ein hoher Datenaustausch möglich und die Simulation von einem tatsächlich produzierenden Gewerbe kann sinngerecht dargestellt werden. Jeder Standort wurde dabei im fachspezifischen Profil berücksichtigt und kann dabei natürlich auch autonom arbeiten. Wichtig dabei war uns die Einbindung von verschiedenen Industrie 4.0-Akteuren, die die Lernfabrik 4.0 durch Sach- und Geldzuwendungen unterstützen. Diese Industriepartner und IT-Unternehmen in der Region bieten einen wichtigen Mehrwert für die Lernfabrik – z.B. durch den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und den Zugriff zu exklusiven Geräten und Inhalten. Die Firma Schweickert und ihr Engagement ist hierfür ein sehr gutes Beispiel.

Industriepartner und IT-Unternehmen wie Schweickert
bieten einen wichtigen Mehrwert für die Lernfabrik…

Die Lernfabrik 4.0 ist ein Gemeinschaftsprojekt aus Kreis und Unternehmen der Region. Welchen Beitrag können Unternehmen – wie Schweickert – leisten, um Sie bei vergleichbaren Projekten – nicht nur finanziell – tatkräftig zu unterstützen?
Dallinger: Industrie 4.0 kann nur durch eine enge Kooperation mit den Unternehmen in der Region gelingen. Der Austausch mit allen Global Playern und kleinen und mittleren Unternehmen ist uns dabei sehr wichtig. Die Fachexpertisen der Firmen und Unternehmen sind ein Mehrwert, um für geeignete Nachwuchskräfte zu sorgen und die Facharbeiter der Zukunft schaffen zu können. Die Firma Schweickert hat gerade im Bereich intelligenter Netze, aber auch bei digitaler Infrastruktur eine herausragende Expertise, die auch z.B. für kleine Handwerksbetriebe existenzsichernd sein kann. Hier können Sie und Ihr Unternehmen einen großen Beitrag leisten, um den Unternehmen vielleicht auch ein Stück weit die Angst vor den Herausforderungen der Digitalisierung zu nehmen. Hierdurch sichern Sie Unternehmensexistenzen langfristig und können darüber hinaus die Zukunft der Lernfabrik 4.0 aktiv mitgestalten.

Man kennt Sie als Visionär, daher die Frage an Sie: Wo steht der Rhein-Neckar-Kreis im Jahr 2025?
Dallinger: Gerne riskiere ich einen Blick in die Zukunft. Da ich die Digitalisierung als Wirtschaftsförderprogramm sehe, bin ich überzeugt, dass im Jahr 2025 alle Wirtschaftsprozesse und die öffentliche Infrastruktur digital ablaufen: Wir haben den digitalen Rhein-Neckar-Kreis geschaffen, ja, die digitale Region Rhein-Neckar ist Wirklichkeit geworden. Wir sind Vorreiter in Deutschland für die Ausbildung der Fachkräfte als einer der wichtigsten Standortfaktoren für alle Unternehmen und das Handwerk, alle privaten Haushalte sind mit Breitband versorgt, wir sind eine absolut vernetzte Region, die vor Verwaltungsgrenzen keinen Halt macht. Und diesen Prozess haben Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Politik und Wirtschaft gemeinsam aktiv vorantreiben.

Herr Dallinger, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Das Interview führte Manuel Löhmann, Referent Unternehmenskommunikation bei Schweickert.

Zur Person – Stefan Dallinger

Stefan Dallinger (55) studierte 1982 bis 1988 Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg. Anschließend war er als Referent für Abfallrecht beim Regierungspräsidium Karlsruhe, als Amtsleiter des Wasserrechtsamts beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis sowie im Arbeitsstab des Beauftragten der Bundesregierung für Flüchtlingsrückkehr und Wiederbau in Bosnien und Herzegowina tätig. Im Juli 1999 wurde er zum Ersten Bürgermeister der Großen Kreisstadt Schwetzingen gewählt. Ab Juli 2006 bis April 2010 wirkte er als Verbandsdirektor des Verbands Region Rhein-Neckar und als Geschäftsführer der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Am 9. Februar 2010 wählte ihn der Kreistag zum Landrat des Rhein-Neckar-Kreises; Amtsantritt war am 01. Mai 2010. Seit dem 22. April 2016 ist er zudem Vorsitzender des Verbands Region Rhein-Neckar.

Dallinger ist verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in Hirschberg an der Bergstraße.

15 Schweickert Mitarbeiter „rocken“ den Ring

Spaß an der Bewegung und gemeinsames Feiern mit den Arbeitskollegen! Die Grundidee des BASF Firmencup zieht auch im 15. Jahr über 800 Unternehmen an. Der BASF Firmencup ist einer der größten Firmenläufe Deutschlands. 16.000 Läufer starteten am 31. Mai 2017 auf dem Hockenheimring zum BASF Firmencup. Auf der weltberühmten Rennstrecke am Start: Mitarbeiter von Weltkonzernen, Mittelständlern und Kleinstunternehmen aus den Bereichen Chemie, Haushaltsprodukte, Maschinen, Einzelhandel, Services und vielen weiteren Branchen. Unter ihnen auch 15 Teilnehmer von Schweickert, die mit soliden sportlichen Leistungen überzeugen konnten.

Die Begeisterung für den BASF Firmencup ist ungebrochen: Nicht mit motorisierten Pferdestärken, aber mit der richtigen Portion Muskelkraft in den Beinen und ganz viel Spaß gingen Ende Mai über 16.000 Läuferinnen und Läufer auf den 4,8 Kilometer langen Rundkurs rund um den Hockenheimring. Schon seit dem Winter trainierten die Teilnehmer, um in diesem Jahr auf dem Hockenheimring eine gute Zeit hinzulegen.

Für die Läufer ging es am Abend auf die Strecke, die die renommierte Formel-1-Grand-Prix-Strecke auf dem Hockenheimring bildet. An imposanten Tribünen vorbei führt sie durch das Motodrom. Den Startschuss für den Laufcup gab BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz. Nach knapp einer Stunde waren alle Starter im Ziel.

Super Stimmung auch am Rande der Strecke

Angefeuert wurden sie von zahlreichen Mitarbeitern an der Strecke: So manche Firma hatte ihren eigenen Fanclub dabei. Nach dem Lauf war in der großen Meeting-Point-Area Ausspannen und Party-Stimmung mit bester Musik von „The Wright Thing“ angesagt, während sich die Kinder und Jugendlichen der Firmenläufer am Kids-Meeting-Point austoben konnten.

Leistungen überzeugen. Foto: Manuel Löhmann

BASF Firmencup 2017: 15 Teilnehmer von Schweickert konnten mit soliden sportlichen Leistungen überzeugen.
Foto: Manuel Löhmann

Schweickert gibt sehr gutes Bild ab – Junge Besucher sorgen für breiten Zuspruch

Auch in diesem Jahr war der Zulauf zur Walldorfer Nacht der Ausbildung groß. Nahezu 200 Besucher aller Altersgruppen und Nationalitäten, darunter 140 Schülerinnen und Schüler, 48 Eltern und elf Lehrer sowie Betreuer durfte Schweickert am 19. Mai 2017 in der Walldorfer Unternehmenszentrale begrüßen. Die angebotenen Themenbereiche erstreckten sich vom Fachinformatiker/in für Systemintegration, Kaufmann/frau für Büromanagement, Elektroniker/in – Energie- und Gebäudetechnik sowie Bachelor of Engineering in Informationstechnik und in diesem Jahr sogar bis hin zum Bachelor of Arts im Studienfachgang Management & Unternehmensführung. Die Resonanz an der Azubi-Veranstaltung war riesengroß und hat die Werte der Vorjahre bei weitem übertroffen. Die Jugendlichen kamen dabei aus der ganzen Rhein-Neckar-Region und vereinzelt auch aus angrenzenden Regierungsbezirken nach Walldorf, um sich über Ausbildungsberufe und Studiengänge zu informieren.

Wie im vergangenen Jahr arbeitete Schweickert ganz nach dem Motto „von Azubis für Azubis“: Die Besucher hatten so die Möglichkeit, Informationen aus den unterschiedlichen Themenbereichen aus erster Hand zu erfahren. Durch Testaufbauten und interaktive Aufgaben konnten die Schweickert Azubis den Besuchern tiefe Einblicke in den jeweiligen Arbeitsalltag geben. Lockere Fachgespräche, die die Besucher mit den Schweickert-Mitarbeitern führten, bildeten eine entspannte Atmosphäre. Im Nachgang der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Meinung zum Besuch bei Schweickert über einen Fragebogen kund zu tun. Diese Option wurde rege in Anspruch genommen.

Auch dieses Jahr haben sich die Schweickert Azubis viele schöne Gedanken gemacht, um die Veranstaltung zum Erfolg zu machen. Für das leibliche Wohl wurde mit einer abwechslungsreichen Tortilla-Bar, vielseitigen Obsttellern und Softdrinks, bestens gesorgt. Den Spaß Faktor brachte an diesem Abend, der „Heiße Draht“, mit dem die Besucher ihre Geschicklichkeit am „verkabelten Objekt“ testen konnten.

Schweickert Azubis in Aktion: Anlässlich der Walldorfer Nacht der Ausbildung gaben Lehrlinge interessierten Besuchern Einblicke in ihren abwechslungsreichen Arbeits- und Ausbildungsalltag bei Schweickert.

Schweickert Azubis in Aktion: Anlässlich der Walldorfer Nacht der Ausbildung gaben Lehrlinge interessierten Besuchern Einblicke in ihren abwechslungsreichen Arbeits- und Ausbildungsalltag bei Schweickert.

Bildquelle: Schweickert/Manuel Löhmann